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Mythos Regenwald (2)

Wen wundert es, dass die neue Reise der beiden schon in Planung ist, denn bereits heute kann Besseler auf zahlreiche spektakuläre Aktionen zurückblicken, die er durchführte, um auf die Vernichtung des Indianerstammes durch Goldsucher im Yanomamigebiet aufmerksam zu machen. In den 70er Jahren hatte man die Indianer entdeckt und zeitgleich auch herausgefunden, dass es im „Indianerschutzgebiet“ zahlreiche Goldvorkommen gibt. Man begann im großem, umweltzerstörerischem Stil, das Gold mit schwerem Gerät, Flugzeugen und vielen hundert Menschen abzubauen. Parallel zur Umweltzerstörung machten die Eindringlinge sich auch diverser Verstöße gegen die Menschenrechte schuldig. Da dies fast ohne das Eingreifen der brasilianischen Behörden jahrelang durchgeführt werden konnte, entschied sich Besseler zu diversen Gewaltmärschen durch halb Europa. Er wanderte zum Teil ohne Nahrung und Ausrüstung, ernährte sich von dem, was er in der Natur fand und übernachtete im Wald in selbst gebauten „Notunterkünften“. Er wanderte 250 km zum Botschafter Brasiliens, 450 km zum Europaparlament nach Brüssel und 300 km zum deutschen Büro der Weltbank. Dort forderte Besseler die Institutionen immer auf, sich für ein Überleben der Yanomami zu engagieren.

1998 reiste Besseler erstmalig selbst nach Brasilien, um die Lage vor Ort zu erkunden, jedoch wurde er von der brasilianischen Militärpolizei verhaftet. Eine Inhaftierung konnte nur mit Mühen abgewendet werden. Der junge „andere“ Menschenrechtler lies sich von der Demonstration der brasilianischen Staatsgewalt nicht beeindrucken! Er reiste im Jahr 2000 und 2002 erneut nach Brasilien, lebte allein im Urwald und besuchte eine Gruppe von Yanomami-Indianern.  [»]

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